Martin J. Peer

Martin Josef Peer, geboren am 12. Oktober 1993, stammt aus Silz in Tirol und ist Autor phantastischer Literatur für ein erwachsenes Publikum.

Bereits in jungen Jahren wurde seine Begeisterung für Fantasy geprägt: Mit acht Jahren las er seinen ersten Fantasyroman, Drachenfeuer von Wolfgang und Heike Hohlbein. Wenige Jahre später wurde sein Wunsch, selbst zu schreiben, durch Christopher Paolinis Eragon weiter bestärkt. Zu seinen prägenden Einflüssen zählen zudem J. R. R. Tolkien, George R. R. Martin und Markus Heitz.

Im Alter von zwölf Jahren begann Martin Josef Peer, die Welt Balathar zu erschaffen. Über rund zwanzig Jahre hinweg entwickelte er diese Welt stetig weiter: mit eigenen Figuren, Legenden, politischen Konflikten sowie einer eigenständigen Fauna und Flora. Aus einer frühen Idee entstand so über viele Jahre ein umfangreicher phantastischer Kosmos, der den Grundstein für sein literarisches Schaffen bildet.

Im Dezember 2024 begann er schließlich damit, die Geschichte, die lange Zeit vor allem in seinem Kopf existierte, in Romanform niederzuschreiben. Das Ergebnis ist sein Debütroman Chroniken von Balathar – Avulsion des Wassers. Das Werk bildet den Auftakt der Chroniken von Balathar und steht exemplarisch für seinen erzählerischen Fokus: komplexe Figuren, unterschiedliche Perspektiven und die Frage, warum Menschen handeln, wie sie handeln. Schwarz-Weiß-Zeichnungen interessieren ihn dabei weit weniger als moralische Grauzonen, innere Widersprüche und nachvollziehbare Beweggründe.

Martin Josef Peer schreibt im Phantastikgenre mit einer klaren Ausrichtung auf ein erwachsenes Publikum. Im Zentrum seiner Arbeit stehen nicht nur Weltaufbau und Handlung, sondern vor allem Charaktere und Perspektiven. Er liebt es, Figuren zu erschaffen, sie auf ihren Wegen zu begleiten und gemeinsam mit ihnen Abenteuer zu erleben.

Neben seiner schriftstellerischen Arbeit ist er Vollzeit berufstätig und widmet sich dem Schreiben in seiner Freizeit. Er lebt in Tirol, gemeinsam mit seinem kleinen Hund Freya.

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Bücher von Martin J. Peer

Fragen an Martin J. Peer

Über dich und deine Bücher

Mit welchen 3 Worten würdest du dich als Autor:in beschreiben?

Detailverliebt, ausdauernd und kompromisslos.

Detailverliebt, weil ich meine Welten, Figuren und Zusammenhänge sehr genau ausarbeite. Ausdauernd, weil ein Roman mit mehr als 600 Seiten neben einem Vollzeitberuf nicht ohne Beharrlichkeit entsteht. Und kompromisslos, weil ich meine Geschichte so erzählen möchte, wie ich sie selbst für richtig halte.

Was ist dein Lieblingsbuch und warum?

Ich kann mich unmöglich festlegen. An sich gibt es kein Buch, welches ich weit besser als andere finde. Es gibt aber wohl Schreibstile und Prämissen, die mir gut gefallen. Mir ist aber auch wichtig, dass Fantasy mehr ist, als eine farbenfrohe Geschichte. Meiner Meinung Nach besitzt Fantasy in jeder Form die Möglichkeit, die Reale Welt direkt zu spiegeln und kritisches Denken anzuregen.

Mit welchem Autor oder welcher Autorin würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen – und warum?

Mit Markus Heitz. Er hat es geschafft, meine Liebe für die Fantasy neu zu entfachen, sein Schreibstil und worldbuilding haben mich stark geprägt und ich liebe seine Art, mit dem Beruf des Autors umzugehen.

Vervollständige den Satz: Ich liebe es zu schreiben, weil …

… ich dadurch Welten erschaffen, Menschen an ihre Grenzen bringen und Fragen untersuchen kann, auf die es im echten Leben häufig keine einfachen Antworten gibt.

Auf welche Themen oder Tropes darf man sich in deinen Büchern freuen?

Auf umfangreiches Worldbuilding, mehrere miteinander verflochtene Handlungsstränge und Figuren, die sich nicht in Gut und Böse einteilen lassen.

Zentrale Themen sind Pflicht und Freiheit, Familie, Verantwortung, Macht, gesellschaftliche Ordnung und die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen. Dazu kommen politische Konflikte, alte Geheimnisse, Magie, Götter und die Frage, welchen Preis ein Mensch für seine Ziele zu zahlen bereit ist.

Werdegang & Motivation

Wer oder was hat dich dazu inspiriert, Bücher zu schreiben?

Inspiriert haben mich vor allem mein Vater, der mir Fantasy sowohl in Romanform, als auch mit DSA näher gebracht hat. Meine Berufserfahrungen im Vertrieb und später Management gekoppelt mit meiner Faszination für Psychologie und Soziologie hat dann den Rest gemacht.

Mich faszinieren außerdem Menschen, ihre Widersprüche und die Frage, warum sie bestimmte Entscheidungen treffen. In meinem beruflichen Alltag arbeite ich viel mit Menschen und beobachte, wie unterschiedlich sie mit Verantwortung, Konflikten, Macht oder Veränderungen umgehen. Viele dieser Beobachtungen fließen auf unterschiedliche Weise in meine Figuren ein.

Beschreibe den Moment, als du zum ersten Mal dein eigenes Buch in den Händen gehalten hast.

Dieser Moment war neben vielen anderen im Schaffungsprozess surreal. Ich habe zwar während des Schreibprozesses bereits immer wieder sehr limitierte Probedrucke verschiedener Versionen angefertigt, um mich selbst zu motivieren, Druckarten zu vergleichen und auch, um Testleser: innen etwas in die Hand geben zu können und sie vor dem PDF-Murks zu schützen, aber das erste, finale Buch in den Händen war ein überaus überwältigendes Gefühl, welches ich auch nie wieder so erleben werde.

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?

Ich wollte die Verantwortung für mein Buch vollständig übernehmen und möglichst viel Kontrolle über die Umsetzung behalten. Das betrifft nicht nur den Text, sondern auch das Cover, die Ausstattung, den Vertrieb, die Vermarktung und die Hörbuchproduktion.

Vor allem war es mir wichtig, bei meinem Ersten Buch so viele Erfahrungen wie möglich aus erster Hand sammeln zu können.

Selfpublishing bedeutet allerdings nicht, dass man alles allein machen muss. Es bedeutet vielmehr, selbst die Entscheidungen zu treffen und die richtigen Partner für einzelne Bereiche zu finden. Der Aufwand war wesentlich größer, als ich anfangs erwartet hatte, aber ich habe dadurch auch enorm viel über die Buchbranche und über mich selbst gelernt.

Dein Schreiballtag

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite Vollzeit. Das Schreiben findet daher vor allem außerhalb meiner regulären Arbeitszeit statt; am Abend, an Wochenenden und immer dann, wenn sich ein flüchtiges Zeitfenster schaffen lässt.

Dabei arbeite ich nach spontaner Inspiration, statt nach Struktur. Gerade bei einem umfangreichen Roman muss man die Tage nutzen, an denen die Motivation von selbst erscheint, sonst wird aus dem Schreiben mehr Zwang als Freude, und das wollte ich nie. Ich schreibe auf einem Dokument, welches ich auf einer Cloud habe, so habe ich die Möglichkeit, sogar in Zug, Bus oder bei einem Kaffee schnell am Handy Ideen, Dialoge oder Passagen abzutippen. Neben dem Schreiben gehören inzwischen außerdem Überarbeitung, Organisation, Marketing und die Vorbereitung der Veröffentlichung zu meinem Alltag.

Wie entwirfst du deine Figuren?

Am Anfang steht meistens kein Aussehen, sondern ein innerer Konflikt. Ich frage mich, was meine Figur unbedingt erreichen möchte, wovor sie Angst hat und welche Grenze sie unter bestimmten Umständen überschreiten würde.

Danach entwickle ich ihre Vergangenheit, ihre Beziehungen, ihre Überzeugungen und ihre Widersprüche. Besonders wichtig ist mir, dass alle nachvollziehbare Motive besitzen. Meine Figuren sollen nicht deshalb handeln, weil die Handlung es gerade verlangt, sondern weil ihre Persönlichkeit und ihre Erfahrungen sie zu dieser Entscheidung führen.

Während des Schreibens dürfen sie sich allerdings weiterentwickeln und mich überraschen. Manche Figuren verändern dadurch ihre ursprünglich geplante Rolle erheblich.

Welche Herausforderungen hast du beim Schreiben deiner Bücher erlebt?

Eine Herausforderung war die Ausdauer. Ein Manuskript mit mehr als 600 Seiten neben einem Vollzeitberuf zu schreiben und mehrfach zu überarbeiten, ist ein sehr langes Projekt.

Dazu kamen Selbstzweifel und die schreckliche Tätigkeit des „Kill-Your-Darlings“.

Die größte Herausforderung begann aber nach dem eigentlichen Schreiben. Ich musste lernen, dass ein fertiges Manuskript noch lange kein fertiges Buch ist. Produktion, Satz, Cover, Vertrieb, Öffentlichkeitsarbeit und Hörbuch erfordern jeweils völlig andere Fähigkeiten.

Ausblick & Weitergabe

Welche Ziele hast du für deine zukünftige Karriere als Autor:in?

Mein erstes großes Ziel ist es, die gesamte Reihe „Die Chroniken von Balathar“ fertigzustellen. Die Geschichte ist auf vier Bände ausgelegt, und ich arbeite bereits am zweiten Teil.

Darüber hinaus möchte ich mir langfristig eine feste Leserschaft aufbauen und mich als Autor fantastischer Literatur etablieren. Dabei bin ich sowohl für weitere eigenständige Veröffentlichungen als auch für eine Zusammenarbeit mit einem passenden Verlag offen.

Entscheidend ist für mich, dass ich mich mit jedem Buch weiterentwickle und Geschichten schreibe, die bei den Leserinnen und Lesern auch nach der letzten Seite noch etwas hinterlassen.

Welchen Rat hast du für angehende Autor:innen?

Wartet nicht darauf, dass ihr euch bereit fühlt. Dieser Moment kommt nie.

Schreibt die erste Fassung zu Ende, auch wenn sie noch nicht perfekt ist. Eine unvollkommene fertige Geschichte kann überarbeitet werden, eine perfekte Geschichte, die nur im Kopf existiert, nicht.

Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass Motivation allein nicht ausreicht. Langfristig sind Disziplin, Geduld und die Bereitschaft, Kritik anzunehmen und immer weiter zulernen, wesentlich wichtiger. Und man sollte sich von der Größe des gesamten Projekts nicht lähmen lassen. Am Ende entsteht auch ein Roman mit 600 Seiten Satz für Satz.

Das aber wichtigste ist, die eigene Motivation zu hinterfragen. Schreibst du, um erfolgreich zu werden, dann hör auf. Die Geschichte in deinem Kopf muss geschrieben werden wollen. Alles andere verliert seine Seele.